Anzeichen und Symptome für eine Kuhmilcheiweißallergie

Da Kuhmilcheiweißallergie eine Nahrungsmittelallergie ist, liegt die Vermutung nahe, dass die meisten Probleme irgendwie mit der Verdauung zu tun haben. Es stimmt zwar, dasssehr viele Babys mit Kuhmilcheiweißallergie tatsächlich Probleme wie Durchfall oder Erbrechen haben. Doch genauso können auch Symptome an der Haut (hervorstehende Knötchen, trockene, schuppige oder juckende Haut), an den Atemwegen (z.B. Husten oder pfeifendes Atmen) und andere allgemeinere Allergiesymptome auftreten (z.B. Müdigkeit oder Schlafstörungen).Bei einer so großen Bandbreite an möglichen Symptomen ist es oftmals eine echte Herausforderung, die Kuhmilcheiweißallergie als solche zu erkennen. Besonders schwierig gestaltet es sich, wenn die SymptomatikÄhnlichkeiten aufweist zu dem, was bei einem Baby in diesem Alter eigentlich ganz normal ist (z.B. flüssiges Aufstoßen von Milch oder Schreien).

Schwierig wird die richtige Einordnung der Symptome auch dann, wenn diese zeitgleich mit an sich harmlosen, bei Babys recht häufig vorkommenden Unannehmlichkeiten auftreten (z.B. Schlafstörungen oder einelaufende Nase). Deshalb sollte man sich immer darüber bewusst sein, dass sich nicht alle Symptome einer Kuhmilcheiweißallergie sofort (innerhalb von 2 Stunden) nach dem Füttern zeigen, sondern durchaus auch verzögert, erst nach zwei Tagen oder sogar erst nach einer Woche in Erscheinung treten können.

Zu allererst sollten Sie mit Ihrem Kinderarzt einen Termin vereinbaren. Diese Webseite wurde entwickelt, um Sie besser auf das Arztgespräch vorzubereiten und möglichst viele hilfreiche Antworten auf Ihre Fragen zu geben. Diese Webseite soll Sie aber auch begleiten durch die Tage und Wochen hindurch, die manchmal einfach nötig sind, bis die Diagnose Kuhmilcheiweißallergie endlich feststeht und dann ggf. eine Therapie eingeleitet werden kann.

Signs and symptoms of CMPA

Falls Ihr Baby Anzeichen dieser Symptome zeigt, sollten Sie zum Kinderarzt gehen

Je früher eine Kuhmilcheiweißallergie erkannt wird, desto schneller kann auch eine ggf. erforderliche Ernährungstherapie begonnen werden. Wenn Sie also vermuten, dass Ihr Baby auf Kuhmilcheiweiß allergisch sein könnte, sollten Sie keine Zeit verlieren und sobald wie möglich einen Termin beim Arzt vereinbaren.

Mit einer klaren und von ärztlicher Seite bestätigten Diagnose lässt sich eine Kuhmilcheiweißallergie gut bewältigen, indem die künftige Ernährung Ihres Babys darauf abgestimmt wird.


Es ist allerdings sehr wichtig, dass Sie nicht mit kuhmilchfreier Babynahrung experimentieren, ohne eine Empfehlung oder genaue Anweisung vom Arzt zu haben.

 

Die Informationen in diesem Abschnitt werden Ihnen helfen, sich auf den Arzttermin richtig vorzubereiten. Sie werden auch viele und hoffentlich alle Fragen beantworten, die während der Zeit der Diagnostik und Behandlung der Kuhmilcheiweißallergie Ihres Babys immer mal wieder auftauchen können.

Könnte es eine Kuhmilcheiweißallergie sein?

Die Beantwortung einiger Fragen im ‘Symptom Check‘ wird dem Kinderarzt helfen zu entscheiden, ob Ihr Baby eine Kuhmilcheiweißallergie hat




Symptom Check

Gut vorbereitet zum nächsten Kinderarztbesuch

Der Kinderarzt wird Ihr Baby untersuchen und Sie zu den Symptomen befragen. Wenn eine Kuhmilcheiweißallergie in Frage kommt, stehen Ihrem Arzt verschiedene Testmöglichkeiten zur Diagnosestellung zur Verfügung.

 

Mehr zur Diagnostik von Kuhmilcheiweißallergie


Symptom-Tagebuch

Was die Wissenschaft zu Kuhmilcheiweißallergie sagt

Kuhmilcheiweißallergie ist eine Nahrungsmittelallergie, bei der das Immunsystem auf das Eiweiß in der Kuhmilch reagiert. Das Immunsystem Ihres Babys erkennt das Kuhmilcheiweiß als Fremdkörper, genau so, als ob es einen Virus oder ein Bakterium erkennen würde, und beginnt mit seiner Abwehrstrategie. Diese Reaktionkann eine Vielzahl an Symptomen hervorrufen. Die meisten dieser Reaktionen treten direkt innerhalb von 2 Stunden nach dem Füttern auf. Dazu gehören z.B. Erbrechen, aber auch Symptome, die normalerweise mehr mit anderen Allergien assoziiert werden, wie z.B. pfeifende oder laute Atemgeräusche, Hautausschlag (Dermatitis), Nesselsucht (Urtikaria) und Schwellungen an Augenlidern oder Lippen.1,5Es gibt allerdings auch Symptome, die erst mit Verzögerung auftreten, Tage danach und sogar noch eine Woche später. Zu diesen Symptomen zählen z.B. Regurgitation, Koliken, Durchfall, Verstopfung, laufende Nase, Husten und trockene, schuppige oder juckende Haut (Ekzeme). Auch wenn viele Symptome einer Kuhmilcheiweißallergie alles andere als schön mit anzusehen sind und Ihnen als Eltern sicherlich Sorgen bereiten können, so lässt sich doch eines ganz klar sagen: Keines dieser Symptome, so unangenehm und mitunter auch qualvoll sie für Ihr Baby momentan auch sein mögen, ist von Dauer. Sobald die Diagnose Kuhmilcheiweißallergie feststeht, kann die Ernährung Ihres Babys mithilfe Ihres Kinderarztes entsprechend angepasst werden. Und sobald die Ernährung angepasst ist und die Symptome langsam zurückgehen, werden Sie auch die kostbare, spannende und beglückende Zeit mit Ihrem Baby wieder unbeschwerter genießen können.

Andere Symptome einer Kuhlmicheiweißallergie

WICHTIGER HINWEIS: Mütter sollten ermutigt werden weiter zu stillen, aber grundsätzlich auf den Verzehr von Milch und jeglicher Milchprodukte zu verzichten. Dies erfordert in der Regel eine qualifizierte Ernährungsberatung, um auch alle Quellen von verborgenem Kuhmilcheiweiß auszuschließen. Wenn die Entscheidung getroffen wurde, eine Spezialnahrung für den Säugling zu verwenden, ist es wichtig Gebrauchsanweisungen für eine korrekte Zubereitung zu geben und hervorzuheben, dass nicht abgekochtes Wasser, nicht sterilisierte Flaschen oder eine falsche Verdünnung zur Erkrankung des Kindes führen können. Spezialnahrungen (Diätetische Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke) für Säuglinge sind unter ärztlicher Aufsicht zu verwenden.