Kuhmilcheiweißallergie verstehen
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Mit allem, was Sie wissen müssen, um Kuhmilcheiweißallergie besser zu verstehen

was versteht man unter Nahrungsmittelallergien?

Bei einer Nahrungsmittelallergie antwortet das körpereigene Immunsystem Ihres Babys auf bestimmte Nahrungsmittel in ganz anderer Weise, als es soll.Normalerweise hilft das Immunsystem dem Körper, schädliche Dinge wie Viren zu bekämpfen.  Bei einer Nahrungsmittelallergie stuft das Immunsystem irrtümlicherweise bestimmte Nahrungsbestandteile als schädlich ein und reagiert völlig über. Dies führt letztlich zu den Anzeichen und Symptomen, die für Allergien typisch sind.

 

Es gibt über 120 Lebensmittel, die dafür bekannt sind, Allergien auszulösen. Die Kuhmilcheiweißallergie ist eine der häufigsten Nahrungsmittelallergien bei Babys.

 

Manchmal werden Kuhmilcheiweißallergie und Laktoseintoleranz miteinander verwechselt, doch sind sie grundverschieden.Zwar haben beide einige Anzeichen und Symptome, die sich in gleicher Form äußern (z.B. Magen- und Darmstörungenwie Blähungen und Durchfall), doch das ist auch die einzige Gemeinsamkeit.  Während die Kuhmilcheiweißallergie meistens im ersten Lebensjahr auftritt, ist eine Laktoseintoleranz bei Kindern unter vier bis fünf Jahren sehr selten.


Kuhmilcheiweißallergie und Laktoseintoleranz sind völlig verschieden – und müssen deshalb auch unterschiedlich behandelt werden

Was ist eine Kuhmilcheiweißallergie?

Eine Kuhmilcheiweißallergie ist eine Art Milchallergie, bei der das Immunsystem des Babys auf das Eiweiß in der Kuhmilch reagiert und dadurch allergische Symptome beim Baby hervorruft. Diese Symptome können auf der Haut (Ekzeme oder Schwellungen), im Magen oder Darm (Bauchweh, Erbrechen, Durchfall) oder in den Atemwegen (lautes Atmen, Husten, laufende Nase) auftreten.Eine Kuhmilcheiweißallergie tritt normalerweise vor Babys erstem Geburtstag auf.


Was ist eine Laktoseintoleranz?

Anders als bei einer Kuhmilcheiweißallergie ist bei einer Laktoseintoleranz das Immunsystem des Babys nicht beteiligt.Eine Laktoseintoleranz bedeutet vielmehr, dassdie  Laktose aus der Kuhmilch nicht oder nicht ausreichend verdaut werden kann.Bei Kindern untervier bis fünf Jahren kommt eine Laktoseintoleranz sehr selten vor. In der Muttermilchist Laktose eine der wichtigsten Zuckerarten, die dem Baby beim Wachsen helfen und sein Immunsystem unterstützen.

Kuhmilcheiweißallergie versus Laktoseintoleranz

Infografik: Kuhmilcheiweissallergie-Fakten und Vergleich mit Laktoseintoleranz
Klicken Sie hier um mehr über die Symptome und Anzeichen von Kuhmilcheiweißallergie zu erfahren.

Alles zum Thema Kuhmilcheiweißallergie

Wie häufig ist eine Kuhmilcheiweißallergie?

Allergien sind weltweit auf dem Vormarsch. Wissenschaftler gehen davon aus, dass bis zu 30–35% der Menschen früher oder später eine Allergie bekommen werden.


Auch Nahrungsmittelallergien nehmen stetig zu und es ist gut möglich, dass Veränderungen hinsichtlich der Qualität und der Art unserer Lebensmittel dabei eine Rolle spielen.


In letzter Zeit ist auch die Anzahl der Kinder, die eine Nahrungsmittelallergie entwickeln, deutlich gestiegen. Vor allem scheint auch die Kuhmilcheiweißallergie immer häufiger aufzutreten. Schätzungen zufolge sind heute bereits drei von 100 Babys davon betroffen.

Welche Rolle spielen dabei die Gene?

Wenn Familienmitglieder schon eine Allergie haben, steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass das in dieser Familie geborene Baby im Laufe seines Lebens eine Allergie entwickelt.


Hat ein Elternteil eine Allergie, ist die Wahrscheinlichkeit, dass auch das Baby eine Allergie bekommt, doppelt so hoch wie einem Baby, dessen beide Eltern keine Allergien haben. Haben beide Elternteile eine Allergie, ist die Wahrscheinlichkeit, dass auch das Baby eine Allergie entwickelt, sogar 4 bis 6 Mal höher.7


Wenn Ihr Arzt weiß, dass in der Familie bereits Allergien vorkommen, kann das für ihn ein wichtiger Anhaltspunkt sein. Allerdings können Babys auch dann eine Kuhmilcheiweiß-allergie entwickeln, wenn Ihre Eltern oder Geschwister keine Allergien haben.

Warum hat mein Baby eine Kuhmilcheiweißallergie?

Eine Kuhmilcheiweißallergie ist eine Nahrungsmittelallergie, die entsteht, weil das Immunsystem des Babys auf das Eiweiß in der Kuhmilch reagiert.Manche Babys entwickeln eine Kuhmilcheiweißallergie, nachdem sie Produkte gegessen oder getrunken haben, die Kuhmilcheiweiß enthalten. Dieses Kuhmilcheiweiß kann eine Immunreaktion hervorrufen und zu allergischen Symptomen führen.


Es gibt einige wenige Faktoren, die dazu beitragen können, dass Ihr Baby eine Kuhmilcheiweißallergie entwickelt (z.B. eine genetische Disposition und das besondere Immunsystem Ihres Babys).Allerdings sind die Gründe, warum eine Kuhmilcheiweißallergie tatsächlich entsteht, bei jedem Baby anders. Deshalb ist es auch nicht notwendig, in der Beikost-Phase auf Kuhmilch zu verzichten, nur um einer Allergie vorzubeugen. 

Mit Kuhmilcheiweißallergie wachsen und gedeihen

Wenn die Diagnose einer Kuhmilcheiweißallergie feststeht, lassen sich die Symptome gut in den Griff bekommen. Sie werden dann das Füttern Ihres Babys genauso stressfrei empfinden wie andere Eltern mit Babys, die keine Kuhmilcheiweißallergie haben. Es ist auch wichtig zu wissen, dassdiese Allergie Ihr Baby nicht sein ganzes Leben lang begleiten wird. Etwa die Hälfte der Babys mit Kuhmilcheiweißallergie sind diese bereits nach 1 Jahr wieder los, 75 %der betroffenen Kinder tolerieren Kuhmilcheiweiß im Alter von drei Jahren. Im Alter von sechs Jahren vertragen etwa 90 % der Kinder Kuhmilcheiweiß.

Die Wissenschaft hinter Kuhmilcheiweißallergie

Hinter den Symptomen einer Kuhmilcheiweißallergie können zwei unterschiedliche Mechanismen stecken, je nachdem, wie Babys Immunsystem auf das Kuhmilcheiweiß reagiert: die IgE-vermittelten Symptomeund die nicht-IgE-vermittelten Symptome.

IgE sind dabei die Antikörper, die der Körper gegen das als Fremdkörper eingestufte Kuhmilcheiweiß produziert.

 

Die IgE-vermittelten Symptome einer Kuhmilcheiweißallergie können innerhalb von Minuten nach der Verdauung von Kuhmilcheiweiß auftreten– typisch sind Ausschläge wie Nesselsucht (Urtikaria), Schwellungen an den Lippen und Augenlidern, Erbrechen und pfeifende Geräusche beim Atmen.

 

Die Symptome einer nicht- IgE-vermitteltenKuhmilcheiweißallergie treten häufig erst einige Stunden nach der Verdauung von Kuhmilcheiweiß auf – typisch dafür sind Symptome im Magen-Darmtrakt und an der Haut.

 

 Mehr über die Diagnostik von Kuhmilcheiweißallergie erfahren

Ihr Weg zur Diagnose von Kuhmilchallergie – Schritt für Schritt

Je früher Ihr Kinderarzt eine Kuhmilcheiweißallergie feststellt, desto früher kann die Ernährung modifiziert und Ihrem Baby geholfen werden. Wenn Sie vermuten, dass Ihr Baby gegen Kuhmilcheiweiß allergisch sein könnte, dann sind es nur wenige Schritte, die es zu tun gibt, um Ihrem Kinderarzt bei der Diagnosestellung zu helfen. Auch wenn das für Sie momentan vielleicht nur ein schwacher Trost ist: Denken Sie einfach immer daran, dass Ihr Baby höchstwahrscheinlich die Kuhmilcheiweißallergie im Verlauf des ersten Lebensjahrs wieder los sein wird. Ihr Kinderarzt wird für Sie und Ihr Baby da sein und Sie bei jedem Schritt begleiten – von der Diagnosestellung bis hin zur anschließenden Behandlung. Ihr Kinderarzt wird auch da sein, um Sie als Eltern mit Ihren Sorgen und Ängsten bestmöglich zu unterstützen und all Ihre Fragen zu beantworten. Um während der Zeit der Diagnosefindung stets wichtige Informationen und hilfreiche Anweisungen parat zu haben, klicken Sie auf die untenstehenden Links. Sie werden dort erfahren, wie Sie die Symptome von Kuhmilcheiweißallergie richtig erkennen können.

Anzeichen und Symptome verstehen


Die Kuhmilcheiweißallergie ist eine Nahrungsmittelallergie. Die Symptome können aber nicht nur den Magen-Darmtrakt betreffen, sondern auch die Atemwege und die Haut.








Erfahren Sie mehr über die Symptome einer Kuhmilcheiweißallergie


Symptom Check

Die richtige Diagnose erhalten


Um eine eindeutige Diagnose stellen zu können, wird der Kinderarzt Ihr Baby zunächst gründlich untersuchen und Sie auch fragen, welche Symptome Sie beobachtet haben. Wenn er eine KMPA (Kuhmilcheiweißallergie) vermutet, kann er erweitere spezielle Tests durchführen. Sobald eine Diagnose gestellt wurde, können die Symptome einer KMPA gut durch den Kinderarzt behandelt werden.

 

Erfahren Sie mehr zur Diagnose von Kuhmilcheiweißallergie


Den Arzttermin vorbereiten


Im ‘Symptom-Tagebuch’ können Sie alle Symptome eintragen, die Sie täglich bei Ihrem Baby beobachten. Drucken Sie das vollständig ausgefüllte Tagebuch aus und nehmen Sie es zu Ihrem Gespräch beim Kinderarzt mit. So können Sie sicherstellen, dass Ihr Kinderarzt alle wichtigen Informationen bekommt und nichts vergessen wird.







Symptom-Tagebuch
WICHTIGER HINWEIS: Mütter sollten ermutigt werden weiter zu stillen, aber grundsätzlich auf den Verzehr von Milch und jeglicher Milchprodukte zu verzichten. Dies erfordert in der Regel eine qualifizierte Ernährungsberatung, um auch alle Quellen von verborgenem Kuhmilcheiweiß auszuschließen. Wenn die Entscheidung getroffen wurde, eine Spezialnahrung für den Säugling zu verwenden, ist es wichtig Gebrauchsanweisungen für eine korrekte Zubereitung zu geben und hervorzuheben, dass nicht abgekochtes Wasser, nicht sterilisierte Flaschen oder eine falsche Verdünnung zur Erkrankung des Kindes führen können. Spezialnahrungen (Diätetische Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke) für Säuglinge sind unter ärztlicher Aufsicht zu verwenden.