FAQ zum Thema Kuhmilchallergie
Wir haben für dich und dein Baby die wichtigsten und am häufigsten gestellten Fragen zum Thema Kuhmilchallergie zusammengestellt.
FAQ zu Symptomen und Diagnose
Eine Kuhmilchallergie ist eine Nahrungsmittelallergie, bei der das Immunsystem deines Babys allergisch auf die Eiweiße der Kuhmilch reagiert. Säuglinge, die ausschließlich gestillt werden, können trotzdem eine Kuhmilchallergie entwickeln. Sie reagieren in diesem Fall auf das Kuhmilcheiweiß, das sie über die Muttermilch aufnehmen.
Du möchtest die Diagnose Kuhmilchallergie besser verstehen?
In unserem Video haben wir dir die Diagnose ausführlich erklärt.
Die Symptome einer Kuhmilchallergie sind vielfältig und daher nicht immer eindeutig zu erkennen. Wenn du den Verdacht hast, kannst du zunächst unseren Symptom-Check durchführen. Zeigt sich dabei ein erhöhtes Risiko, sprich unbedingt mit eurem:r Kinderärzt:in darüber. Nur medizinisches Fachpersonal kann eine sichere Diagnose stellen.
Zum Symptom-CheckEurem:r Kinderärzt:in stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, eine Kuhmilchallergie festzustellen. Mit Hilfe von Allergietests und Antikörperbestimmungen kann geprüft werden, ob dein Kind auf ein bestimmtes Nahrungsmittel empfindlich reagiert. Zur Absicherung der Diagnose sollte eine Eliminationsdiät erfolgen. Außerdem kann auch ein Provokationstest helfen, die Diagnose abzusichern. Hierauf gehen wir in unserem Elternratgeber genauer ein.
Elternratgeber herunterladenAnamnese
Um eine Kuhmilchallergie zu diagnostizieren, stellt eure:r Kinderärzt:in zunächst ausführliche Fragen zur Krankheitsgeschichte, zum Beispiel:
- Wann sind die Beschwerden aufgetreten?
- Leidet dein Kind an Durchfall, Atemnot, Hautrötungen oder Übelkeit?
- Stillst du dein Kind?
- Fütterst du Standard-Säuglingsnahrung zu?
- Sind in deiner Familie Allergien bekannt?
Am besten dokumentierst du die Symptome deines Babys bereits vorab sorgfältig. Lade dir hierfür unser Symptom-Tagebuch herunter.
Speichere dir das Symptom-Tagebuch einfach auf deinem Handy oder Computer ab. Wir haben für dich alle relevanten Symptome bereits vorbereitet, sodass du täglich Symptome und Veränderungen dokumentieren kannst. Über das Teilen-Symbol kannst du das fertig ausgefüllte Tagebuch per E-Mail an eure:n Ärzt:in senden. Alternativ kannst du die relevanten Seiten auch ausgedruckt zu dem Arzttermin mitbringen.
Symptom-Tagebuch herunterladen
Wir wissen, dass der Austausch mit anderen Betroffenen hilfreich sein kann. Häufig fühlen sich Eltern mit Sorgen zur Gesundheit ihrer Kinder allein. Daher gibt es Online-Foren, die sich mit Kuhmilchallergie befassen.
„Rund ums Baby“ bietet dir zum Beispiel die Möglichkeit, dich mit anderen Eltern darüber auszutauschen. Außerdem beantworten Ärzt:innen gerne deine spezifischen Fragen direkt auf der Plattform.
Zum Forum „Rund ums Baby“ (rund-ums-baby.de)FAQ zur Ernährung
Stillen ist und bleibt der Goldstandard in der Säuglingsernährung, auch bei Kindern mit Kuhmilchallergie. Deswegen wird empfohlen, weiter zu stillen. Wichtig ist, dass die Mutter während der Stillzeit auf Milchprodukte verzichtet, da über die Muttermilch übertragene Kuhmilchproteine beim Kind allergische Reaktionen hervorrufen können.
Bei einer Kuhmilchallergie sollte der Beikoststart stets in Absprache mit dem:der behandelnde:n Ärzt:in erfolgen. Es ist wichtig, alle Lebensmittel mit Kuhmilch zu vermeiden und neue Nahrungsmittel langsam einzuführen, um mögliche allergische Reaktionen zu erkennen. Gleichzeitig sollte auf eine ausgewogene Ernährung geachtet werden.
Die Grafik zur Beikosteinführung zeigt dir, wie du dein Baby Schritt für Schritt vom Stillen oder unseren Spezialnahrungen an feste Nahrung gewöhnst. Sie veranschaulicht, wann du mit den einzelnen Beikostmahlzeiten beginnen kannst und wie sich der Speiseplan in den verschiedenen Altersstufen aufbauen kann. So erhältst du eine einfache Orientierung für den Übergang zu fester Nahrung. Passende Rezeptbeispiele findest du in unserer Rezeptbroschüre.
Wir von Nestlé Health Science bieten dir mit unserer Rezeptbroschüre Unterstützung bei dem kuhmilchfreien Beikoststart. Sie enthält nicht nur einfache und gut geeignete Beikostrezepte bei Kuhmilchallergie, sondern bietet auch wertvolle Informationen und Tipps zur Beikosteinführung.
Zusätzlich findest du weitere Rezepte auf unserer Website – schau gerne einmal in unserer Rezeptbibliothek vorbei: Rezepte Kuhmilchallergie
Pflanzendrinks (z. B. aus Hafer, Soja, Mandel oder Reis) sind für Säuglinge mit Kuhmilchallergie nicht geeignet. Sie enthalten deutlich weniger Eiweiß und Fett als Säuglingsnahrung oder Kuhmilch und sind selbst bei einer Anreicherung mit Kalzium kein vollwertiger Ersatz. Außerdem sind diese Produkte nicht auf die besonderen Ernährungsbedürfnisse von Säuglingen abgestimmt, sondern für den allgemeinen Verzehr bestimmt. Daher sollten Pflanzendrinks bei einer Kuhmilchallergie auf keinen Fall als Ersatz für Muttermilch oder Säuglingsnahrung verwendet werden.
Sojaeiweiß kann ebenfalls allergische Reaktionen auslösen. Etwa ein Drittel der Säuglinge mit Kuhmilchallergie, die sojabasierte Nahrung bekommen, entwickeln ebenfalls eine Sojaeiweißallergie. Auch das Füttern anderer Milchsorten, von z.B. Ziege oder Schaf, wird nicht empfohlen.
FAQ zu den Spezialnahrungen Althéra®, Alfamino® und Alfamino® Junior (Vanille-Geschmack)
Spezialnahrungen, wie Althéra®, Alfamino® und Alfamino Junior® (Vanille-Geschmack), sind speziell entwickelte Säuglingsnahrungen, die Kindern mit Kuhmilchallergie eine sichere und ausgewogene Ernährung ermöglichen. Sie enthalten keine Kuhmilchproteine und sind so zusammengesetzt, dass sie alle wichtigen Nährstoffe für ein gesundes Wachstum und eine altersgerechte Entwicklung liefern.
Unsere Spezialnahrungen werden nach höchsten wissenschaftlichen Standards entwickelt und sorgfältig geprüft. Sie bieten eine gut verträgliche Lösung, sowohl in der Phase der Diagnosestellung als auch für die langfristige Ernährung im Alltag.
Dein:e Ärzt:in wird dir sagen, welche der Spezialnahrungen für dein Kind am besten geeignet ist.
- Vor der Zubereitung wird unbedingt empfohlen die Hände zu waschen.
- Flasche, Sauger und Ring spülen, anschließend sterilisieren und bis zum Gebrauch zugedeckt aufbewahren.
- Benötigte Wassermenge mindestens 5 Minuten abkochen, anschließend auf ca. 37 °C abkühlen lassen und in das Fläschchen geben.
- Altersgerechte Menge Pulver mit beiliegendem Messlöffel hinzugeben.
- Fläschchen schütteln, bis sich das Pulver vollständig aufgelöst hat.
- Danach die Dose nach jedem Gebrauch gut verschließen und kühl und trocken lagern.
Hinweis: Nur die verordnete Dosierung verwenden und alle Anwendungsempfehlungen strikt befolgen. Falsche Lagerung, Zubereitung oder Fütterung können die Gesundheit des Babys beeinträchtigen.
Weitere Informationen zu der Zubereitung unserer Spezialnahrungen findest du im folgenden Video.
Das Eiweiß in Kuhmilch liegt normalerweise in langen Ketten und einer spezifischen Raumstruktur von Aminosäuren vor. Da Kinder mit Kuhmilchallergie darauf reagieren, gibt es extensiv hydrolysierte Spezialnahrungen (eHF) wie Althéra®. „Extensiv hydrolysiert“ bedeutet so viel wie stark aufgespalten. Durch die Aufspaltung in kürzere Ketten reagiert das Immunsystem der meisten Kinder mit Kuhmilchallergie nicht mehr auf die Kuhmilch.
Bei einer Aminosäureformula (AAF), wie Alfamino® und Alfamino Junior® (Vanille-Geschmack), liegen die Aminosäuren einzeln vor statt in Ketten. Diese Spezialnahrung eignet sich am besten für schwere Fälle einer Kuhmilchallergie.
Schau dir gerne unser Erklärvideo an, in dem der Aufbau der Aminosäuren veranschaulicht und die verschiedenen Typen von Spezialnahrungen beschrieben werden.
Eure:r behandelnde:r Ärzt:in wird die Produktentscheidung individuell auf dein Kind anpassen. Aktuelle Leitlinien, an denen sich Ärzt:innen orientieren, empfehlen, zuerst ein Extensivhydrolysat (eHF) wie Althéra® einzusetzen und bei schwereren Fällen auf ein Aminosäureformula (AAF) wie Alfamino® überzugehen. Eine aktuelle Leitlinie zu Nahrungsmittelallergien besagt: „In der Regel wird als erste Wahl auf ein Extensivhydrolysat (eHF) zurückgegriffen. Für Betroffene mit schweren Symptomen (vor allem auch gastrointestinal) können Aminosäureformula (AAF) vorteilhaft sein.“
Laktose (Milchzucker) ist das wichtigste Kohlenhydrat der Muttermilch und hat viele positive Eigenschaften für die Ernährung von Säuglingen. Die Laktose in Althéra® ist hoch gereinigt und daher frei von Kuhmilcheiweiß. Zudem verbessert Lactose den Geschmack der Spezialnahrung. Aber nicht alle laktosehaltigen Produkte sind kuhmilcheiweißfrei - solche sind daher zu meiden.
Säuglinge haben einen anderen Nährstoffbedarf als Kleinkinder - besonders, was den Calcium- und Eisenbedarf betrifft. Daher sollte die Ernährung nach dem ersten Lebensjahr angepasst werden. Unsere Alfamino® Junior-Produkte sind speziell auf diesen veränderten Bedarf abgestimmt und decken die Nährstoffanforderungen optimal ab, sodass dein Kind weiterhin bestmöglich versorgt ist. Zusätzlich bieten wir neben der neutralen Geschmacksrichtung nun auch Vanille-Geschmack an, was die Akzeptanz bei Kindern erhöhen kann und die Umstellung erleichtert.
Zudem unterstützen die Junior-Produkte die normale Entwicklung des Immunsystems, das Wachstum und eine gesunde Verdauung – für einen rundum sorgenfreien Übergang von der Säuglings- zur Kleinkindernährung.
Muttermilch enthält sogenannte Humane Milch-Oligosaccharide (auch als HMO bekannt), die eine Schlüsselrolle bei der Unterstützung des Immunsystems spielen. Säuglinge mit Kuhmilchallergie haben häufig ein unreifes Immunsystem, was ihr Risiko für Infektionen erhöht.
HMO unterstützen nachweislich, indem sie:
- das Wachstum guter Bakterien im Darm fördern,
- Pathogene im Darm reduzieren,
- die Darmbarriere stärken und
- die Reifung des Immunsystems unterstützen.
Dadurch leisten HMO einen wichtigen, positiven Beitrag zur Abwehr von Infektionen und zur normalen Entwicklung des Immunsystems.
Mehr Infos zu HMO findest du in unserem Elternratgeber, den du dir einfach herunterladen kannst!
Elternratgeber herunterladenJa, gemäß Arzneimittelrichtlinie ist eine Verordnung bzw. Erstattung durch gesetzliche Krankenkassen für Säuglinge und Kleinkinder mit Kuhmilchallergie sowie mit mehrfachen (multiplen) Nahrungsmittelallergien möglich.
Service und Kontakt
Wir sind für Sie und Ihre Patient:innen da:
Infotelefon: 0800 1001635 (kostenfrei) Mo.-Do.: 9-17 Uhr Fr.: 9-15 Uhr
Wichtiger Hinweis: Mütter sollen ermutigt werden, ihr Baby zu stillen, auch wenn eine Kuhmilchallergie vorliegt. Dies erfordert eine qualifizierte Ernährungsberatung, um jegliche Quelle von Kuhmilcheiweiß in der Ernährung der Mutter auszuschließen. Bei einer Entscheidung für eine Spezialnahrung ist die auf dem Etikett befindliche Gebrauchsanweisung zu beachten. Althéra®, Alfaré®, Alfamino® und Alfamino® Junior (Vanille-Geschmack) sind Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke (bilanzierte Diäten). Althéra® und Alfaré® sind geeignet zum Diätmanagement bei Kuhmilchallergie. Alfamino® und Alfamino® Junior (Vanille-Geschmack) sind geeignet zum Diätmanagement bei schwerer Kuhmilchallergie und/oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Unter ärztlicher Aufsicht verwenden. Althéra®, Alfaré® und Alfamino® sind als einzige Nahrungsquelle geeignet für Säuglinge von Geburt an. Alfamino® Junior (Vanille-Geschmack) ist als einzige Nahrungsquelle geeignet für Kleinkinder ab 1 Jahr.
Kontraindikationen: Althéra®, Alfaré®, Alfamino® und Alfamino® Junior (Vanille-Geschmack) sind nicht geeignet bei Galactosämie und Glucose-Galactose-Malabsorption.
