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Trinknahrung gewährleistet eine gute Nährstoffversorgung im Alter und bei Krankheit








Trinknahrung – salopp auch als Astronautenkost bezeichnet – ist bedarfsgerechte Nahrung in flüssiger Form für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen, die mit dem Risiko einer Mangelernährung verbunden sind. Trinknahrung kann eingesetzt werden, um einer Mangelernährung entgegenzuwirken oder eine bereits bestehende Mangelernährung zu korrigieren. Es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die einen kritischen Ernährungszustand begünstigen. Abnehmendes Hungergefühl im Alter, Übelkeit und Appetitlosigkeit bei Krebserkrankungen, Probleme beim Kauen und Schlucken, aber auch Vergesslichkeit infolge von Demenz sind einige Gründe. Trinknahrung unterstützt Menschen mit relevanten Beschwerden und einem unzureichenden Ernährungszustand. Der Kalorien- und Nährstoffgehalt von Trinknahrung ist auf den Bedarf verschiedener Zielgruppen zugeschnitten. Es gibt Trinknahrung in unterschiedlicher Konsistenz von flüssig bis cremig und in abwechslungsreichen Geschmacksvarianten von süß bis herzhaft. Man kann Trinknahrung ergänzend zur normalen Kost zu sich nehmen. Bei Verwendung vollbilanzierter Produkte besteht zudem die Möglichkeit, sich ausschließlich von Trinknahrung zu ernähren und alle notwendigen Nährstoffe zu sich zu nehmen.

Trinknahrung erleichtert das Essen bei ernährungsrelevanten Beschwerden


Trinknahrungen sind Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke. Es handelt sich um bilanzierte Diäten, deren Zusammensetzung auf den Bedarf bestimmter Patientengruppen zugeschnitten ist. Es gibt eine ganze Reihe von Beschwerden bzw. Erkrankungen, die eine normale Nahrungsaufnahme erschweren. Wenn man zum Beispiel infolge eines Schlaganfalls nicht richtig schlucken kann, wird jede Mahlzeit zur Herausforderung. Auch Krebspatienten tun sich oft mit dem Essen häufig schwer. Viele leiden unter Appetitlosigkeit und/oder Übelkeit und bringen kaum einen Bissen herunter. Oftmals spielen Geschmacksstörungen und Schleimhautentzündungen im Mund, ausgelöst durch die Krebstherapie, eine Rolle. Daneben kann nachlassender Appetit ein Grund sein, warum ältere Menschen oft wenig essen und sich einseitig ernähren. Zudem treten im Alter vermehrt Nahrungsunverträglichkeiten und Verdauungsprobleme auf und begünstigen eine Mangelernährung.

Trinknahrung kann bei unterschiedlichen Beschwerden bzw. Erkrankungen helfen, die Versorgung mit Energie (Kalorien) und Nährstoffen sicherzustellen, um einer Mangelernährung entgegenzuwirken. Mit Hilfe von Trinknahrung lässt bei Risikopatienten ein sich abzeichnender, kritischer Ernährungszustand abwenden. Aber auch bei bereits bestehenden Mangelerscheinungen lässt sich die Versorgungslage durch den Einsatz von Trinknahrung korrigieren und verbessern.

Trinknahrung ist flüssig oder cremig. Das kommt nicht nur Menschen mit Schluckstörungen entgegen, sondern auch Menschen mit Appetitlosigkeit und Übelkeit. Konsistenzadaptierte Trinknahrungen wie z. B. Cremes sind besonders für Patienten geeignet, die Probleme beim Schlucken von flüssiger Nahrung haben. Bei Schleimhautentzündungen im Mund oder Kauproblemen ist die flüssige oder cremige Konsistenz von Trinknahrung ebenfalls ein Plus.

Große Produktvielfalt


Es gibt eine Vielzahl von Produkten, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der verschiedenen Zielgruppen gerecht werden. Sie enthalten Makronährstoffe und Mikronährstoffe in bedarfsgerechten Mengen. Makronährstoffe sind Kohlenhydrate und Fette, aus denen der Körper in erster Linie Energie gewinnt. Eiweißstoffe (Proteine), die ebenfalls zu den Makronährstoffen zählen, werden als Aufbaustoffe sowie als „Betriebsstoffe“ benötigt. Mikronährstoffe sind Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.

Vollbilanzierte und teilbilanzierte Trinknahrung


Trinknahrungen variieren hinsichtlich ihres Energie- und Nährstoffgehalts. Vollbilanzierte Trinknahrung enthält alles, was der Körper braucht, so dass sich mit diesen Produkten der tägliche Energie- und Nährstoffbedarf komplett decken lässt, falls dies gewünscht bzw. erforderlich ist. Es besteht aber auch die Möglichkeit, die normale Kost durch vollbilanzierte Trinknahrung zu ergänzen.

In einigen Produkten, wie resource®2.0+fibre, sind lösliche Ballaststoffe enthalten. Der Wasseranteil der meisten Trinknahrung liegt in etwa bei 70 bis 80 Prozent (gilt nicht für Desserts oder Peptamen). Der Kaloriengehalt normokalorischer Produkte ist auf einen durchschnittlichen Energiebedarf zugeschnitten, er beträgt 0,9 bis 1,1 kcal/ml. Es gibt auch hochkalorische Produkte (1,2 bis 2 kcal/ml) für Menschen, die einen erhöhten Energiebedarf haben.

Teilbilanzierte Trinknahrung ist – im Unterschied zu vollbilanzierten Produkten – nicht als einzige Nahrungsquelle geeignet. Sie wird in Ergänzung zur normalen Kost angewendet. Teilbilanzierte Trinknahrung dient dazu, einen – aus medizinischen Gründen bestehenden – Mangel an bestimmten Nährstoffen auszugleichen oder zu verhindern. Sie enthält die entsprechenden Nährstoffe in bedarfsgerechten Mengen.

Sowohl betagte Menschen als auch Tumorpatienten mit drohender oder bestehender Mangelernährung benötigen in der Regel eine energiereiche und eiweißreiche Kost, um ausgeprägter Appetitlosigkeit, Gewichts- und Muskelverlusten entgegenzuwirken. Für diese Zielgruppen steht Trinknahrung mit hohem Energie- bzw. Proteingehalt zur Verfügung, wie resource® energy und resource® protein. Die hohe Energie- und Nährstoffdichte, die es ermöglicht, den täglichen Bedarf mit relativ kleinen Portionen zu decken, ist ein weiterer Vorteil von Trinknahrungen.

Eiweißreiche Trinknahrung kommt zum Einsatz bei einem erhöhten Eiweißbedarf, wie es etwa bei Dekubitus („Druckgeschwür“), gestörter Wundheilung, Verbrennungen oder nach großen Operationen der Fall ist. Energiereiche Trinknahrung setzt man bei erhöhtem Energie- und Nährstoffbedarf ein, z. B. bei konsumierenden Erkrankungen (Tumorerkrankungen) oder entzündlichen Darmerkrankungen ein.

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Getränke, Suppen, Cremes: Trinknahrung für jeden Geschmack


Trinknahrung wird in unterschiedlichen Darreichungsformen angeboten: zum Trinken und zum Löffeln. Es gibt gebrauchsfertige Getränke, Suppen und Cremes. Außerdem gibt es Trinknahrung in Pulverform. Manche diese Pulverprodukte dienen zum Herstellen von Getränken, andere – in der Regel neutrale – Produkte sind dafür gedacht, normale Speisen anzureichern. Die Cremes, z. B. resource® Dessert Fruit , sind konsistenzadaptierte Produkte und für Patienten mit Schluckstörungen geeignet.

Gebrauchsfertige Trinknahrung gibt es in zahlreichen Geschmacksvarianten von süß bis herzhaft: zum Beispiel Getränke mit Fruchtgeschmack (z. B. resource® fruit), pikante Suppen (resource® soup) sowie Vanille- oder Schokopudding (resource® dessert 2.0). Für Patienten, die an einem veränderten Geschmacksempfinden leiden, gibt es neutrale Produktvarianten. Das breitgefächerte Angebot bietet jedem Pateinten die Möglichkeit, geeignete Produkte zu finden, die den individuellen Essensgewohnheiten und Geschmacksvorlieben entprechen.

Vorteile von Trinknahrung


  • Möglichkeit, trotz ernährungsrelevanter Beschwerden den Energie- und Nährstoffbedarf zu decken und Defizite auszugleichen.
  • Bedarfsdeckende Energie- und Nährstoffzufuhr in kleinen Portionen
  • Zusätzliche Zufuhr von Flüssigkeit
  • Einfache Anwendung, da direkt verzehrfertig
  • Verwendbarkeit als einzige Nahrungsquelle oder zur ergänzenden Ernährung
  • Flexibilität der Anwendung zu Hause und unterwegs
  • Gute Lagerfähigkeit der ungeöffneten Flaschen bei Raumtemperatur

Nah dran an der normalen Ernährung


Streng genommen zählt Trinknahrung zu den künstlichen Ernährungsformen. Allerdings ist es gerade ein großes Plus der Trinknahrung, dass sie durch die orale Einnahme ganz nah dran ist an der natürlichen Ernährung. Das unterscheidet sie von der Sondenernährung über den Magen-Darm-Trakt oder der parenteralen Ernährung (per Infusion über einen Venenzugang). Trinknahrung lässt sich einfach in den Alltag der Patienten integrieren und bei regelmäßiger Verwendung zeigen sich bald positive Ergebnisse. Wenn der Magen-Darm-Trakt nicht funktioniert, wird eine parenterale Ernährung erforderlich, bei der die Nährstoffe direkt in die Blutbahn infundiert werden.

Die Ernährungstherapie folgt einem Stufenplan, bei dem eine möglichst normale Ernährung angestrebt wird. Der Einsatz von Trinknahrung ist dabei der zweite Schritt nach einer Anreicherung der normalen Kost mit Lebensmitteln, die – je nach Bedarf – eine hohe Energie- bzw. Nähstoffdichte aufweisen. Allerdings zeigt die Erfahrung, dass es längst nicht bei allen Risikopersonen gelingt, durch eine Umstellung der normalen Ernährung ans Ziel zu gelangen. Schluckbeschwerden zum Beispiel, aber auch Übelkeit und Vergesslichkeit können Hürden sein, die einer Optimierung der Ernährung mit normalen Lebensmitteln im Wege stehen. In solchen Fällen kann der Einsatz von Trinknahrung helfen und die Lebensqualität der Patienten verbessern. Das ist durch Studien belegt.

Stufenweise Ernährungstherapie – möglichst nah an der Normalität


  • Erste Stufe: Anreicherung der Normalkost.
  • Zweite Stufe: Trinknahrung als Ergänzung der Normalkost oder zur kompletten Bedarfsdeckung
  • Dritte Stufe: Sondenernährung zur enteralen Ernährung
  • Vierte Stufe: parenterale Ernährung

Im Alter, in Krankheit, in der Onkologie: Breites Spektrum an Einsatzgebieten


Das Spektrum an Einsatzgebieten für Trinknahrung ist breitgefächert. Wichtige Zielgruppen sind betagte Menschen, die oft an mehreren ernährungsrelevanten Einschränkungen gleichzeitig leiden, sowie Krebspatienten. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) empfiehlt den Einsatz von Trinknahrung für beide Gruppen.1,2

So heißt es in der Leitlinie „Klinische Ernährung in der Geriatrie“1: Ältere Menschen mit Mangelernährung sollen Trinknahrung erhalten, um die Nahrungsaufnahme und den Ernährungszustand zu verbessern und das Komplikations- und Mortalitätsrisiko zu reduzieren.“ Auch für ältere Menschen, die gefährdet sind, eine Mangelernährung zu entwickeln, wird Trinknahrung empfohlen. Studien mit älteren Menschen haben gezeigt, dass sich auch das Gewicht mit Hilfe von Trinknahrung stabilisieren lässt.3 Die Gewichtsstabilisierung geht mit einer Reduktion von Komplikationen einher: Wundheilungsstörungen, Geschwüre durch längeres Liegen sowie Klinikeinweisungen kommen bei gewichtsstabilisierten Personen seltener vor. Auch ein positiver Einfluss auf die Sterblichkeit ist durch Studien belegt.3

Bei unzureichendem Ernährungszustand infolge von Erkrankungen des Verdauungstrakts kann der Einsatz bedarfsadaptierter Trinknahrung ebenfalls hilfreich sein. Ein Beispiel ist Morbus Crohn, bei dem die Darmschleimhaut chronisch entzündet ist. Hier wird Trinknahrung häufig zur langfristigen Stabilisierung der Nährstoffversorgung eingesetzt.4

Bei unzureichendem Ernährungszustand infolge von Erkrankungen des Verdauungstrakts kann der Einsatz bedarfsadaptierter Trinknahrung ebenfalls hilfreich sein. Ein Beispiel ist Morbus Crohn, bei dem die Darmschleimhaut chronisch entzündet ist. Hier wird Trinknahrung häufig zur langfristigen Stabilisierung der Nährstoffversorgung eingesetzt.4

Weiterhin kann Trinknahrung dazu beitragen, dass Patienten nach einem chirurgischen Eingriff möglichst schnell wieder zu Kräften kommen. Besonders profitieren Patienten, die bereits vor der Operation Trinknahrung zu sich nehmen. Bei Krebspatienten zum Beispiel oder gebrechlichen älteren Patienten sollte ein unzureichender Ernährungszustand unbedingt vor einem chirurgischen Eingriff optimiert werden, damit sie diesen bestmöglich überstehen und sich möglichst rasch erholen.5

Wer kann von Trinknahrung profitieren?

Trinknahrung in Geriatrie (Altersheilkunde) & Altenpflege
Trinknahrung bei Krankheit und in der Onkologie
Trinknahrung in der Palliativpflege


Mangelernährung ist keine Seltenheit


Das Ziel, das man mit dem Einsatz von Trinknahrung verfolgt, ist immer dasselbe: Der Mangelernährung, den Gewichtsverlusten und dem damit verbundenen Kräfteverfall soll entgegengewirkt werden. Das ist sowohl mit Blick auf die Lebensqualität als auch die Prognose der (Risiko-)Patienten von großer Bedeutung.

Mangelernährung kommt häufiger vor, als man denkt. Das Risiko einer Mangelernährung ist jenseits des siebzigsten Lebensjahres rund fünfmal so hoch wie bei jungen Erwachsenen. Besonders betroffen sind Bewohner von Alten- und Pflegeheimen, von denen Studien zufolge bis zu 60 Prozent stark untergewichtig sind.8

Das hohe Risiko betagter Menschen, in einen unzureichenden Ernährungszustand hineinzugeraten, hat viele Gründe: Hunger- und Durstgefühl nehmen im Alter ab, das Geschmacksempfinden verändert sich, und Nahrungsunverträglichkeiten nehmen zu. Eingeschränkte Beweglichkeit und Kraftlosigkeit können ebenfalls eine Rolle spielen. Das alles sind normale Alterserscheinungen, die dennoch negative Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden haben können. Hinzu kommt, dass ältere Menschen vermehrt an Krankheiten leiden, die das Ernährungsverhalten ungünstig beeinflussen. Chronische Schmerzen, aber auch Vergesslichkeit sind Beispiele für Beschwerden, die im Alter häufig vorkommen und zu einer Mangelernährung beitragen können. Depressionen und Einsamkeit sind ebenfalls nicht zu unterschätzende Faktoren.

Krebserkrankungen sind, wie bereits angesprochen, mit einer Vielzahl von Beschwerden verbunden, die den Betroffenen das Essen erschweren: u. a. Appetitlosigkeit, Übelkeit, Schleimhautentzündungen und Schluckstörungen – Beschwerden, die teils krankheitsbedingt, teilweise aber auch therapiebedingt sind. Hinzu kommt, dass Krebs eine konsumierende Erkrankung ist, die den Energie- und Nährstoffbedarf ansteigen lässt. In der „German Hospital Malnutrition Study“, an der 13 deutsche Kliniken teilgenommen haben, war bei 38 Prozent der untersuchten Tumorpatienten eine Mangelernährung festzustellen.9

Sowohl in der Onkologie als auch in der Geriatrie müsste die ernährungsmedizinische Betreuung verbessert werden. Mit relativ einfachen Maßnahmen einschließlich dem Einsatz von Trinknahrung ließen sich die meisten Fälle von Mangelernährung verhindern. Voraussetzung ist eine regelmäßige Überprüfung des Ernährungszustandes und eine individuelle Ernährungsberatung von Risikopersonen.

Es besteht Handlungsbedarf!


  • 60 Prozent der Bewohner von Alten- und Pflegeheimen befinden sich in einem kritischen Ernährungszustand.
  • Rund 40 Prozent der Krebspatienten auf onkologischen Stationen weisen Zeichen einer Mangelernährung auf.
  • Durch den gezielten Einsatz von Trinknahrung wäre Mangelernährung in einem Großteil der Fälle vermeidbar.

Trinknahrung auf Rezept: Wann übernehmen gesetzliche Krankenkassen die Kosten?


Wenn aus medizinischen Gründen eine ausreichende Energie- und Nährstoffversorgung nicht möglich ist, kann der Arzt vollbilanzierte Trinknahrung in Zusammenhang mit einer Mangelernährung auf Rezept verordnen. Gemäß der Arzneimittel-Richtlinie (AM-RL vom 18.12.2008/22.01.2009) „Enterale Ernährung“ übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten einer Trinknahrungstherapie, wenn die Fähigkeit einer ausreichenden normalen Ernährung fehlt oder eingeschränkt ist und sich die Ernährungssituation durch ärztliche, pflegerische und ernährungstherapeutische Maßnahmen nicht verbessern lässt.10 Voraussetzung ist u. a. auch, dass die Trinknahrung als einzige Nahrungsquwelle geeignet ist

Der Einsatz von Trinknahrung kann also grundsätzlich erwogen werden, wenn – aus medizinischen Gründen – eine Mangelernährung droht oder besteht. Ob es sinnvoll ist, die normale Kost durch Trinknahrung zu ergänzen oder ganz zu ersetzen, entscheidet der behandelnde Arzt im individuellen Fall.





Weitere Informationen zur Verordnungsfähigkeit von Trinknahrungen können Sie sich hier herunterladen.

Tipps für die Anwendung von Trinknahrung


  • Produkte mit verschiedenen Geschmacksvarianten nutzen; für mehr Abwechslung.
  • Die ausgewählte Trinknahrung sollte den individuellen Geschmacksvorlieben entsprechen.
  • Obwohl Trinknahrung auch bei Raumtemperatur gelagert werden kann, empfiehlt es sich, die Flaschen vor dem Verzehr im Kühlschrank aufzubewahren. Vor allem die süßen Geschmacksvarianten schmecken gekühlt am besten.
  • Trinknahrung kann auch erwärmt werden, was sich vor allem bei pikanten Geschmacksvarianten anbietet. Gekocht werden darf die Trinknahrung nicht, allerdings kann sie bedenkenlos bis 40 Grad erwärmt werden. Darauf ist auch zu achten, wenn normale Kost mit Trinknahrung angereichert wird. Für diesen Zweck gibt neutrale Varianten, mit denen Gerichte angereichert werden können.
  • Trinknahrung mit neutralem oder Vanille-Geschmack als Milchersatz im Kaffee (dieser sollte nicht heiß sein) verwenden oder als Basis für einen instant Pudding/Griessbrei nutzen.
  • Teile der Flüssigkeit für eine Tütencremesuppe kann mit neutraler Trinknahrung ersetzt werden.
  • Trinknahrung ersetzt das Trinken nicht: Immer zusätzlich auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten!
  • Dem Körper Zeit geben. So, wie sich Gewicht über einen gewissen Zeitraum abgebaut hat, benötigt auch der Aufbau von Körpersubstanz Zeit.


Quellen


1 Volkert D et al: Klinische Ernährung in der Geriatrie, S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin. Aktuel Ernahrungsmed 2013; 38: e1–e48.


2 Arends J et al: Klinische Ernährung in der Onkologie, S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin. Aktuel Ernahrungsmed 2015; 40: e1–e74.


3 Milne AC, et al. Protein and energy supplementation in elderly people at risk from malnutrition. Cochrane Database Syst Rev 2009: Apr 15, (02): CD003288. doi: 10.1002/14651858. CD003288.pub3.


4 Bischoff SC et al: Klinische Ernährung in der Gastroenterologie (Teil 4) – Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin. Aktuel Ernahrungsmed 2014; 39: e72–e98.


5 Weimann A et al: Klinische Ernährung in der Chirurgie, S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin: Klinische Ernährung in der Geriatrie. Aktuel Ernahrungsmed 2013; 38: e155–e197