Wir sind der Überzeugung, dass Muttermilch die beste Ernährung für Säuglinge ist.Wenn in Rücksprache mit dem Arzt Mütter und Familien aufgrund des Gesundheitszustandes des Säuglings entscheiden, das Stillen einzustellen, wird eine Spezialnahrung – ein Diätetisches Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke (Bilanzierte Diät) – eingesetzt. Wir haben eine globale Verpflichtung, Säuglingsmilchersatznahrungen verantwortungsvoll anzubieten.
Diese Webseite beschäftigt sich mit der diätetischen Behandlung von Kuhmilcheiweißallergie und Spezialnahrungen für Säuglinge.
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Hotline bei Fragen zu Kuhmilcheiweißallergie
Unser Sortiment an Spezialnahrungen: Althéra®, Alfaré® und Alfamino®

Nestlé Health Science hat ein Sortiment an Spezialnahrungen entwickelt, um dabei zu helfen, den Bedürfnissen von Säuglingen und Kleinkindern mit Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten entgegenzukommen. Althéra®, Alfaré® und Alfamino® liefern ausreichend Nährstoffe, um bei Säuglingen das normale Wachstum und eine normale Entwicklung zu unterstützen.1-4


Spezialnahrungen für die Behandlung einer Kuhmilchproteinallergie
Zwei Arten von Säuglingsnahrung werden für die Behandlung einer Kuhmilchproteinallergie empfohlen: extensiv hydrolysierte und aminosäurebasierte Säuglingsnahrung Zwei Arten von Säuglingsnahrung werden für die Behandlung einer Kuhmilchproteinallergie empfohlen: extensiv hydrolysierte und aminosäurebasierte Säuglingsnahrung

Nach der Diagnose erfolgt die Behandlung der Kuhmilchproteinallergie, indem Kuhmilchproteine vollständig aus der Nahrung des Säuglings entfernt werden. Eine Kuhmilchproteinallergie kann auch bei ausschließlich gestillten Säuglingen auftreten. Wenn bei einem gestillten Säugling eine Kuhmilchproteinallergie diagnostiziert wird, muss die Mutter jegliche Kuhmilchproteinquellen aus ihrer Ernährung entfernen. Dies bedarf in der Regel eine qualifizierte Ernährungsberatung.

 

Mütter sollten zum Weiterstillen ermutigt werden, doch wenn dies nicht möglich ist, stehen Spezialnahrungen für Säuglinge und Kleinkinder mit einer Kuhmilchproteinallergie zur Ernährungstherapie zur Verfügung. Diese Säuglingsnahrungen enthalten ausreichend Nährstoffe, um auch ein gesundes Wachstum und eine gesunde Entwicklung des Kindes zu fördern. Es gibt zwei verschiedene Arten von Säuglingsnahrung für die Behandlung einer Kuhmilchproteinallergie:

 

Extensiv hydrolysierte Säuglingsnahrung (extensively hydrolyzed formula),* auch als “eHF” bezeichnet, bei denen die Kuhmilchproteine extensiv in kleine Peptide hydrolysiert wurden. Dadurch ist sie deutlich weniger allergen als Vollmilch-Säuglingsnahrung und wird von den meisten Säuglingen und Kleinkindern mit Kuhmilch- oder Sojaproteinallergien gut vertragen.

 

Aminosäurebasierte Säuglingsnahrung (amino acid-based formula) (AAF) enthält als Proteinquelle ausschließlich freie Aminosäuren, die non-allergen sind. Sie wird empfohlen, wenn ein Säugling eine extensiv hydrolysierte Säuglingsnahrung nicht verträgt; oder sie wird für das Firstline-Management empfohlen, wenn der Säugling schwere oder lebensbedrohliche Symptome (Anaphylaxie oder Sofortreaktionen) aufweist.1

 

*Hinweis:Partiell hydrolysierte Säuglingsnahrung (partially hydrolyzed formulas, pHF) wird manchmal auch als hypoallergen bezeichnet; pHF ist jedoch nicht für das Ernährungsmanagement bei diagnostizierter Kuhmilchproteinallergie geeignet.

Unser Sortiment an individuellen Spezialnahrungen

Auswahl der richtigen Spezialnahrung

Mütter sollten zum Weiterstillen ermutigt werden. Für den Fall, dass dies nicht möglich ist, hat Nestlé Health Science einen Entscheidungsbaum entwickelt, um medizinisches Fachpersonal bei der diätetischen Behandlung von Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten zu unterstützen. Nach der Diagnosestellung hilft Ihnen dieser Entscheidungsbaum dabei, die möglichen Optionen für Ihre Patienten auf Grundlage ihrer Symptome abzuwiegen und die richtige Spezialnahrung zum richtigen Zeitpunkt auszuwählen.

Auswahl der richtigen Spezialnahrung bei einer Kuhmilchproteinallergie
WICHTIGER HINWEIS: Mütter sollten ermutigt werden weiter zu stillen, aber grundsätzlich auf den Verzehr von Milch und jeglicher Milchprodukte zu verzichten. Dies erfordert in der Regel eine qualifizierte Ernährungsberatung, um auch alle Quellen von verborgenem Kuhmilcheiweiß auszuschließen. Wenn die Entscheidung getroffen wurde, eine Spezialnahrung für den Säugling zu verwenden, ist es wichtig Gebrauchsanweisungen für eine korrekte Zubereitung zu geben und hervorzuheben, dass nicht abgekochtes Wasser, nicht sterilisierte Flaschen oder eine falsche Verdünnung zur Erkrankung des Kindes führen können. Spezialnahrungen (Diätetische Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke) für Säuglinge sind unter ärztlicher Aufsicht zu verwenden.

Erstattungsfähigkeit von Spezialnahrungen bei Säuglingen und Kleinkindern bei Kuhmilcheiweißallergie (KMPA)


Bei einer Kuhmilcheiweiß- oder anderen Nahrungsmittelallergien ist eine Eliminationsdiät das Mittel der Wahl. Dann sind Spezialnahrungen nötig, die zugleich die besonderen Ernährungsbedürfnisse des Säuglings/Kleinkinds erfüllen.

 

Diese Spezialnahrungen sind gemäß gültiger Arzneimittelrichtlinie (Kap. I §§ 18-23 – www.gba.de/informationen/richtlinien/3/) zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen verordnungsfähig. Voraussetzung hierfür ist, dass eine Modifizierung der normalen Ernährung oder sonstige ärztliche, pflegerische oder ernährungstherapeutische Maßnahmen zur Verbesserung der Ernährungssituation nicht ausreichen.

 

Verordnungsfähig sind gemäß Arzneimittelrichtlinie neben Elementardiäten, die als einzige

Nahrungsquelle geeignet sind, auch Elementardiäten mit hochhydrolysierten Proteinen oder Aminosäuremischungen für Säuglinge und Kleinkinder mit Kuhmilcheiweißallergie oder mit multiplen Nahrungsmittelallergien. Althéra, Alfaré und Alfamino der Nestlé Health Science sind also bei einer diagnostizierten Kuhmilcheiweißallergie erstattungsfähig.

 

Wenn diese Spezialprodukte zur Ernährungstherapie von Nahrungsmittelallergien Ihr Arzneimittel-Budget stark belasten, können Sie prüfen, ob diese Diagnose als besonderer Verordnungsbedarf (vormals Praxisbesonderheit) anerkannt werden kann. Klären Sie dazu die spezifischen Anforderungen mit Ihrer zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung.

 

Weitere Informationen zur Erstattungsfähigkeit finden Sie im „Leitfaden rund um das Thema Erstattungsfähigkeit“.


Link zum Leitfaden
Lebensmittelsicherheit durch Design

Lebensmittelsicherheit durch Design ist das wichtigste Prinzip in der Entwicklung der Produktportfolios von Nestlé Health Science. Sicherheit ist von essentieller Bedeutung bei der Entwicklung aller Säuglingsnahrungen: vom Design und Produktionsanlauf bis hin zum klinischen Test und zur Produktion. Für die Entwicklung hypoallergener Säuglingsnahrung zur Verwendung bei Säuglingen und Kleinkindern mit einer Kuhmilchproteinallergie ist eines der grundlegenden Verfahren die Eliminierung der allergenen Epitope, damit diese keine Immunreaktion mehr verursachen. Die Epitop-Eliminierung wird durch Hydrolyse erreicht. Danach erfolgt eine Post-Hydrolyse-Verarbeitung, z. B. eine Ultrafiltration. In Studien wurde bei Fällen mit einer Kuhmilchproteinallergie und anderen GI-Störungen nachgewiesen, dass Althéra®, Alfaré® und Alfamino® für Säuglinge und Kleinkinder unbedenklich sind.1-4,6,7

Extensive Protein-Hydrolyse zur Reduktion der Allergenität

Die extensive Hydrolyse ist ein wichtiges Verfahren bei der Aufspaltung von Antigenen oder Allergenen, die allergische Reaktionen verursachen. Die Produktion einer hypoallergenen Säuglingsnahrung basiert darauf, dass Kuhmilchprotein-Epitope durch verschiedene Technologien zerstört werden (Hitzebehandlung und extensive enzymatische Hydrolyse). Wenn das Ausmaß der Hydrolyse von Milchproteinen erhöht wird, führt dies zur Eliminierung größerer Peptide, wodurch die Allergenität signifikant verringert und die Sicherheit der Säuglingsnahrung erhöht wird. Althéra® und Alfaré® haben aufgrund der extensiven Hydrolyse im Vergleich zu etlichen anderen Konkurrenzprodukten den geringsten Peptidgehalt oberhalb von 1200 Daltons.5

Bedeutung von Laktose bei der Säuglingsernährung

Die Ernährung ist für die gesunde Entwicklung in den ersten Lebensjahren von großer Bedeutung. Laktose ist ein wichtiger Bestandteil der Muttermilch und macht bis zu 40 % des Gesamtenergiegehalts aus.8 Laktose ist wichtig zur Unterstützung der Kalziumabsorption und für die Hemmung von Fäulnisbakterien im Darm, wodurch das Wachstum der gesundheitsfördernden Darmflora gefördert wird.9 Laktose hat noch einen weiteren Vorteil: sie verbessert den Geschmack von Spezialnahrungen, sodass sie von Säuglingen besser angenommen werden. Außer in seltenen Fällen schwerer Enteropathien vertragen Säuglinge mit einer Kuhmilchproteinallergie laktosehaltige Säuglingsnahrung und profitieren davon.

Bedeutung des Geschmacks und der Geschmacksentwicklung

Nestlé Health Science entwickelt nicht nur Produkte, die hypoallergen/non-allergen sind und zur Verbesserung der Gesundheit von Kleinkindern beiträgt, sondern legt auch hohen Wert darauf, Produkte herzustellen, die einen neutralen Geschmack haben. Wenn Säuglingsnahrung dank eines angenehmen Geschmacks und eines natürlichen Milcharomas besser angenommen wird, trägt dies, insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern, höchstwahrscheinlich zu einer verbesserten Compliance beim Umgang mit Nahrungsmittelallergien wie der Kuhmilchproteinallergie und anderen gastrointestinalen Störungen bei. Insbesondere bei der Entwicklung von Althéra® und Alfaré® wurde der Geschmack besonders berücksichtigt, sodass eine langfristige Behandlung der Kuhmilchproteinallergie erleichtert wird.


Literaturhinweise

  1. Vandenplas Y, et al. Safety and adequacy of an optimized formula for pediatric patients with cow’s milk-sensitive enteropathy. Minerva Pediatr. 2010;62(4)339–45.
  2. Vandenplas Y, et al. Safety and adequacy of a semi-elemental formula for children with gastro-intestinal disease. Amino Acids. 2010;38(3):909–14.
  3. Niggemann B, et al. Safety and efficacy of a new extensively hydrolyzed formula for infants with cow’s milk protein allergy. Pediatr Allergy Immunol. 2008;19(4):348–54.
  4. Nowak-Wegrzyn A, et al. Evaluation of hypoallergenicity of a new, amino acid-based formula. Clin Pediatr (Phila). 2015;54(3) 264–72.
  5. Rapp M, et al. Characterization of an extensively hydrolyzed whey infant formula with a low bitterness. Clin Transl Allergy. 2013; 3(Suppl 3): P132.
  6. Schappi M, et al. Omega 3PUFA enriched semi-elemental diet for protracted diarrhoea (abstract). ESPGHAN. 2006. Abstract PG3-14.
  7. Milla P, et al. A new semi-elemental diet for small intestinal inflammatory disease (abstract). ESPGHAN. 2004. Abstract PO583.
  8. Infant nutrition and feeding. A guide for use in the WIC and CSF programs. March 2009:14.
  9. Francavilla R, et al. Effect of lactose on gut microbiota and metabolome of infants with cow’s milk allergy. Pediatr Allergy Immunol. 2012;23(5):420–7.
WICHTIGER HINWEIS: Mütter sollten ermutigt werden weiter zu stillen, aber grundsätzlich auf den Verzehr von Milch und jeglicher Milchprodukte zu verzichten. Dies erfordert in der Regel eine qualifizierte Ernährungsberatung, um auch alle Quellen von verborgenem Kuhmilcheiweiß auszuschließen. Wenn die Entscheidung getroffen wurde, eine Spezialnahrung für den Säugling zu verwenden, ist es wichtig Gebrauchsanweisungen für eine korrekte Zubereitung zu geben und hervorzuheben, dass nicht abgekochtes Wasser, nicht sterilisierte Flaschen oder eine falsche Verdünnung zur Erkrankung des Kindes führen können. Spezialnahrungen (Diätetische Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke) für Säuglinge sind unter ärztlicher Aufsicht zu verwenden.