Über Kuhmilchallergie

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WICHTIGE FAKTEN ÜBER DIE KUHMILCHPROTEINALLERGIE


Nahrungsmittelallergie und nicht-allergische Nahrungsmittelüberempfindlichkeit
Kuhmilchproteinallergie
Laktoseunverträglichkeit
Bedeutung von Laktose für die Mikrobiota
Inzidenz und Prävalenz von Kuhmilchproteinallergie

Anzeichen und Symptome einer Kuhmilchallergie


Durch die unspezifischen Anzeichen und Symptome der Kuhmilchallergie, die von Koliken und Reflux bis hin zu Verstopfung, Schlaflosigkeit, Ekzemen, Durchfall, und Weinen reichen können, ist die Diagnostik eine wahre Herausforderung. Die Symptome betreffen viele verschiedene Organsysteme, vornehmlich die Haut, den Magen-Darm-Trakt und die Atemwege. Wenn zwei oder mehr Organsysteme betroffen sind, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer Kuhmilchallergie.

Verdauung

  • Dysphagie
  • Reflux und Regurgitation
  • Kolik
  • Bauchschmerzen
  • Erbrechen – Appetitlosigkeit, Nahrungsverweigerung
  • Durchfall ± intestinaler Eiweiß- oder Blutverlust
  • Verstopfung ± perianaler Ausschlag
  • Gedeihstörung
  • Okkulter Blutverlust
  • Eisenmangelanämie

Bis zu 60% der betroffenen Kinder zeigen Verdauungssymptome.

Atemwege

  • Laufende Nase
  • Keuchen oder pfeifende Atmung
  • Chronischer Husten (alles ohne Zusammenhang mit Infektionen)










Prävalenz von Atemwegssymptomen bei Kuhmilchproteinallergie

Bis zu 30% der betroffenen Kinder zeigen Atemwegssymptome.

Haut

  • Urtikaria
  • Atopische Dermatitis (Ekzem)
  • Ausschlag
  • Angioödem












Prävalenz von Hautsymptomen bei Kuhmilchproteinallergie

Bis zu 70 % der betroffenen Kinder zeigen Symptome, die die Haut betreffen.

Allgemein

  • Anaphylaxie
  • Schockähnliche Symptome mit schwerer metabolischer Azidose
  • Kindliche Schlaflosigkeit
  • Untröstliches Weinen











Untröstliches Weinen ist sehr häufig bei Säuglingen mit einer Kuhmilchproteinallergie, während Anaphylaxie sehr selten auftritt.


Literaturhinweise

  1. US FDA. Food Allergies: What You Need to Know. Verfügbar unter: http://www.fda.gov/Food/ResourcesForYou/Consumers/ucm079311.htm (aufgerufen im Januar 2017).
  2. Koletzko S, et al. Diagnostic Approach and Management of Cow’s-Milk Protein Allergy in Infants and Children: ESPGHAN Gl Committee Practical Guidelines. JPGN. 2012;55:221–9.
  3. Heyman MB, et al. Committee on Nutrition. Lactose intolerance in infants, children, and adolescents. Pediatrics. 2006;118(3):1279–86.
  4. Francavilla R, et al. Effect of lactose on gut microbiota and metabolome of infants with cow’s milk allergy. Pediatr Allergy Immunol. 2012;23(5):420–7.
  5. Prescott SL, et al. A global survey of changing patterns of food allergy burden in children. World Allergy Organ J. 2013;6(1):21.
  6. Høst A. Cow’s milk protein allergy and intolerance in infancy. Some clinical, epidemiological and immunological aspects. Pediatr Allergy Immunol. 1994;5:1–36.


WICHTIGER HINWEIS: Mütter sollten ermutigt werden weiter zu stillen, aber grundsätzlich auf den Verzehr von Milch und jeglicher Milchprodukte zu verzichten. Dies erfordert in der Regel eine qualifizierte Ernährungsberatung, um auch alle Quellen von verborgenem Kuhmilcheiweiß auszuschließen. Wenn die Entscheidung getroffen wurde, eine Spezialnahrung für den Säugling zu verwenden, ist es wichtig Gebrauchsanweisungen für eine korrekte Zubereitung zu geben und hervorzuheben, dass nicht abgekochtes Wasser, nicht sterilisierte Flaschen oder eine falsche Verdünnung zur Erkrankung des Kindes führen können. Spezialnahrungen (Diätetische Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke) für Säuglinge sind unter ärztlicher Aufsicht zu verwenden.