Diagnoseunterstützung bei Kuhmilcheiweissallergie

Die Diagnose einer Kuhmilcheiweißallergie bei Säuglingen und Kleinkindern kann kompliziert sein, da die Symptomatik sehr breit gefächert und unspezifisch ist. Entscheidend ist die frühzeitige Erkennung der Symptome und die sofortige Bereitstellung einer adäquaten Ernährungstherapie, um den oft langen und belastenden Behandlungsverlauf zu verkürzen.  

Besteht nach Erhebung der Anamnese und einer körperlichen Untersuchung der Verdacht, dass ein Kind Symptome einer Kuhmilcheiweißallergie aufweist, kann die Diagnose nur durch eine orale Provokation/Eliminationsdiät mit einer therapeutischen Spezialnahrung bestätigt werden.

Eine vierwöchige Provokation/Eliminationsdiät ist gemäß den bedeutenden wissenschaftlichen Fachgesellschaften der anerkannte «Gold-Standard». Damit lässt sich die Diagnose einer Kuhmilcheiweißallergie verlässlich stellen und übermäßig lange oder unnötige Ernährungsrestriktionen werden langfristig vermieden.

Es gibt eine Reihe von unterschiedlichen Verfahren, mit denen die Wahrscheinlichkeit einer Kuhmilcheiweißallergie bestimmt werden kann, z. B. durch spezifische IgE-Serumtests, einen Prick- oder Epikutantest, jedoch lässt sich mit keiner dieser Untersuchungen eine Kuhmilcheiweißallergie eindeutig feststellen noch ausschließen.

Für die Diagnose und Behandlung einer Kuhmilcheiweißallergie gibt es verschiedene Algorithmen.  Der untenstehende Algorithmus stammt von der europäischen Gesellschaft für pädiatrische Gastroenterologie, Hepatologie und Ernährung (ESPGHAN) und wurde für Säuglinge oder Kinder mit Symptomen entwickelt, die auf eine Kuhmilcheiweißallergie hinweisen.

Entscheidungshilfe bei Kuhmilchallergie Symptomen die richtige Eliminationsdiät zu finden 

Koletzko S, Niggemann B, Arato A et al. Diagnostic approach and management of cow's-milk protein allergy in infants and children: ESPGHAN GI Committee practical guidelines. J Pediatr Gastroenterol Nutr. 2012;55(2):221-9.

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