Das Nachlassen der Körperfunktionen muss vielleicht nicht unbedingt als unvermeidlicher Bestandteil des Älterwerdens hingenommen werden. Immer mehr Forschungsergebnisse zeigen, dass man sehr viel tun kann, um die biologische Uhr zu verlangsamen. Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung sind für einen guten Gesundheitszustand wichtig. Diese Vorteile treffen auf jedes Alter zu.

Besser älter werden bedeutet, dass der Nährstoffbedarf im Alter gedeckt wird

Ein gesundes und aktives Leben im Alter steht in engem Zusammenhang mit bestimmten Lebensgewohnheiten, zu denen regelmäßige Bewegung und gesunde Ernährung gehören. Die richtige Zufuhr an Nährstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Ballaststoffen und Proteinen ist für ein normales Funktionieren des Körpers entscheidend – vom Erhalt der Muskelmasse bis hin zu einer verbesserten normalen Verdauung.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt im Alter eine ausgewogene, vollwertige Ernährung, was jedoch nicht immer einfach ist. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass bestimmte Nährstoffe, die für die Gesundheit wichtig sind, in der Ernährung älterer Menschen manchmal fehlen bzw. in zu geringen Mengen aufgenommen werden. Ein Müdigkeitsgefühl kann ein Frühwarnzeichen für einen Nährstoffmangel sein.* Weitere Anzeichen sind Schwächegefühle, eingeschränkte Beweglichkeit oder unregelmäßiger Stuhlgang. Nahrungsergänzungsmittel können dabei helfen, die Ernährung durch Vitamine, Mineralstoffe, Proteine und Ballaststoffe aufzuwerten.

*Hierbei kann es sich auch um ein Krankheitssymptom handeln. Halten die Symptome an, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Die folgenden Nährstoffe spielen bei der Unterstützung der optimalen Körperfunktionen beim Älterwerden eine wesentliche Rolle:

  • Bestimmte Vitamine sind wichtig, damit der Körper Energie produzieren kann. So tragen Vitamin B2, B6 und B12 dazu bei, Müdigkeit und Erschöpfungsgefühle zu verringern.
  • Proteine tragen zum Erhalt von und der Zunahme an Muskelmasse bei. Im Alter benötigt der Körper mehr Eiweiß in der Nahrung als in jungen Jahren. Im Laufe der Zeit kommt es u. U. zu einem verschlechterten Muskelfunktion und Gefühl von Schwäche, zudem können häufig auch bestimmte Aktivitäten nicht mehr wie gewohnt ausgeübt werden. All dies kann ein Hinweis auf eine unzureichende Proteinversorgung sein.
  • Vitamin D und Kalzium sind entscheidende Nährstoffe für gesunde Knochen. Der Vitamin-D-Spiegel ist gerade bei älteren Menschen oft zu niedrig, was die Aufnahme von Kalzium beeinträchtigen kann.
  • Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Knorpelfunktion bei. Knorpelgewebe ist ein entscheidender Bestandteil der Gelenke. Zusammen spielen Muskeln, Knochen und Knorpelgewebe bei alltäglichen Aktivitäten eine maßgebliche Rolle.
  • Eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung ist notwendig. Wasser ist an nahezu jedem Stoffwechselprozess beteiligt. Es trägt zum Erhalt der normalen physischen und kognitiven Leistungsfähigkeit bei, wenn mindestens 2 Liter Wasser pro Tag konsumiert werden. Eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung ist die Grundlage für gute körperliche und mentale Leistungen.

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, jeden Tag mindestens 25 g Ballaststoffe zu sich zu nehmen. In der Regel liegt die tägliche Ballaststoffzufuhr jedoch unter diesem Zielwert.

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Wussten Sie, dass die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, täglich mindestens 30g Ballaststoffe zu sich zu nehmen?

Die meisten älteren Menschen nehmen zu wenig Ballaststoffe zu sich. Nur in wenigen Ländern liegt die durchschnittliche Tageszufuhr bei oder über dem Zielwert der DGE von 30 g. Frisches Obst, Gemüse und Vollkornprodukte können die tägliche Ballaststoffversorgung steigern.

Bis zu 38 % aller älteren Menschen haben einen Vitamin-B12-Mangel.

Im Alter kommt es häufiger zu einem Vitamin-B12-Mangel, da ältere Menschen oft Schwierigkeiten haben, dieses Vitamin aus vollwertigen Lebensmitteln aufzunehmen. Da Vitamin B12 zu einem normalen Energiestoffwechsel beiträgt, kann ein Mangel unter anderem auch Müdigkeit verursachen. Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung sowie ein gesunder Lebensstil sind wichtig.

Ab einem Alter von 50 Jahren verliert der Mensch pro Jahr durchschnittlich bis zu 1 % seiner Muskelmasse.

Über die Jahre wird der schleichende Verlust an Muskelmasse oft kaum bemerkt. Erst nach etwa zehn Jahren stellen die Menschen dann im Alter von 60 Jahren möglicherweise allmählich eine Einschränkung bei alltäglichen Aktivitäten fest. Nur wenige Menschen über 75 Jahren (40 %) geben an, dass sie keine Einschränkung feststellen können.

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