Rolle des Hausarztes in der OPTIFAST®52 - Therapie

Der Hausarzt spielt vor, während und nach dem OPTIFAST®52-Programm eine sehr wichtige Rolle.

Der Hausarzt untersucht bei übergewichtigen Patienten auf mögliche Folgeerkrankungen wie Diabetes, arterieller Hypertonus, Fettstoffwechselstörungen, Hyperurikämie, Arthrosen u.a.

Auf Grundlage aller Befunde entscheidet der Hausarzt ob eine Indikation für eine langfristige Gewichtsreduktion besteht. Er kann dem Patienten das OPTIFAST®52-Programm als umfassendes und langfristig ausgerichtetes Behandlungskonzept vorschlagen und ihm zu einem unverbindlichen Besuch eines Info-Abends raten.

Der Patient entscheidet sich nach dem Info-Abend, ob er am OPTIFAST®52-Programm teilnehmen möchte. An einem weiteren Termin mit dem Hausarzt erstellt dieser ein Gutachten zur Vorlage bei der Krankenkasse des Patienten. Da die Krankenkassen unterschiedliche Anforderungen an das Gutachten stellen, halten die OPTIFAST®-Therapiezentren entsprechende Formulare oder Muster bereit und händigen diese den Interessenten am Info-Abend aus. Das Gutachten dient als Grundlage um eine Kostenübernahme bei der Krankenkasse zu beantragen.

Der Patient meldet sich (mit oder ohne Kostenzusage der Krankenkasse) zum OPTIFAST®52-Programm an. Das Programm beginnt mit der ärztlichen Voruntersuchung durch den OPTIFAST®-Teamarzt und einem ausführlichen Gespräch mit dem Psychologen, der die Gruppe leiten wird. Der OPTIFAST®-Teamarzt ist ein Übergewichtsspezialist, der die Teilnehmer während des gesamten Programms im OPTIFAST®-Therapiezentrum betreut. Der Teamarzt entscheidet, ob das OPTIFAST®52-Programm aus medizinischer Sicht das richtige Verfahren zur Gewichtsabnahme ist. Die ärztliche und psychologische Eingangsuntersuchung sind für die Teilnahme am Programm die Voraussetzung.

Während der Fasten- und Umstellphase (20 Wochen) des Programms haben die Patienten an fast jedem Gruppenabend einen kurzen Arzttermin beim OPTIFAST®-Teamarzt. Im weiteren Programmverlauf finden die Termine beim Teamarzt in größeren Abständen statt. Der Teamarzt bespricht die Fortschritte und/oder eventuelle Probleme mit dem Patienten. Sollte eine zusätzliche Medikation, weitergehende Behandlung, eine Reduktion oder Absetzen von Medikamenten nötig sein, schreibt der Teamarzt eine kurze Empfehlung an seinen hausärztlichen Kollegen und bittet ihn um die entsprechenden Maßnahmen (bspw. Rezeptierung eines geeigneten Präparats oder Absetzen des entsprechenden Arzneimittels).

Auf Wunsch des Patienten erhält der Hausarzt und/oder die Krankenkasse während des OPTIFAST®52-Programms eine schriftliche Information über die Fortschritte seines Patienten.

Nach Abschluss des Programms betreut der Hausarzt seinen Patienten weiter und unterstützt damit maßgeblich die langfristige Gewichtsstabilisierung. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Team des Therapiezentrums ist wünschenswert.

Der Hausarzt unterstreicht durch die Zusammenarbeit mit dem OPTIFAST®-Therapiezentrum seine Kompetenz bei der Behandlung von Übergewicht und wird zu einer wichtigen Anlaufstelle für hilfesuchende Patienten in der Region.